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08.03.2010

Jens Heppner neuer Pate für das Koga-Team

 

Während ein Großteil NRWs am Wochenende noch einmal mit Schnee bedeckt wurde, präsentierte sich am Samstag das Koga Miyata Cycling Team 2010 bei strahlendem Sonnenschein im schneefreien Bocholt der Öffentlichkeit. City Rose als größter deutscher Koga-Partner hatte in seine Verkaufsräume geladen, um den gekommenen Pressevertretern, Sponsoren und Radsportinteressierten Ausblicke auf die nun beginnende Saison des zweitbesten deutschen Frauen-Radrennteams zu gewähren. Moderiert wurde die Veranstaltung wie schon im vergangenen Jahr durch den launigen Rennkommentator und Radsportexperten Reinhold Böhm, der gleich zu Beginn mit einem prominenten Überraschungsgast aufwartete. So bat er den ehemaligen Profifahrer und nunmehr Sportdirektor des Continental-Männerteams Net-App, Jens Heppner, auf die Bühne. Dieser erklärte, aus Liebe zum Radsport sei es sein großes Ziel, junge Radfahrer und Radfahrerinnen zu unterstützen und zu fördern: „Gerade in Zeiten, in denen sich immer mehr Sponsoren aufgrund der Ereignisse im Profibereich vom Rennradsport abwenden, brauchen die jungen Sportler Fürsprecher. Deshalb übernehme ich die Patenschaft des Koga-Miyata-Cycling-Teams und werde die Mädels in der Zukunft mit meiner Erfahrung unterstützen.“ Über diese Hilfe freuten sich sowohl die Koga-Fahrerinnen, als auch ihr Teamchef Ralf Stambula riesig. Wie dieser betont, gibt er trotz der Krise im Sponsoring-Bereich nicht auf und glaubt weiterhin an seine Mannschaft: „Denn wo ist die Garantie für sauberen Radsport so hoch wie im Frauenbereich, wo die jungen Sportlerinnen nicht für Geld, sondern aus Freude am Radrennsport ins Rennen gehen.“ Dass es den Fahrerinnen nicht an Motivation mangelt, wird angesichts der Erfolge des Teams in der vergangenen Saison deutlich. So schaffte es die Mannschaft trotz eines minimalen Budgets, den durch die alles überragende Nürnberger Equipe angeführte Reigen der Profiteams ordentlich aufzumischen. Vor allem bei den Bundesliga-Rennen steigerte sich das Team durch die Saison hindurch, was mit einem 2. Platz in Braunschweig und mit dem Sieg beim Abschlussrennen in Berlin für die Koga-Teamkapitänin Birgit Söllner belohnt wurde. Auch die jüngeren Fahrerinnen im Team zeigten großen Einsatz. So konnte die 20jährige Martina die U23-Wertung der Bundesliga überragend für sich entscheiden und sich einen Platz in der deutschen Nationalmannschaft erkämpfen. Die kontinuierliche Teamleistung der Koga-Miyata-Frauen führte letztlich zu einem 2. Platz in der Bundesliga-Gesamtwertung hinter der Nürnberger Equipe.
Auch für die nun beginnende Saison hat Teamchef Stambula große Ambitionen angemeldet. Vor allem die Verstärkung durch die beiden aus der Juniorinnenklasse aufgestiegenen Bahn-Talente Janine Bubner und Franziska Ruschke, sowie die Berg- und Zeitfahrspezialistinnen Katharina Alberti und Ronja Köckerling soll der Mannschaft dabei helfen, den 2. Platz in der Bundesliga erfolgreich zu verteidigen. Neben diesem Ziel stehen vor allem die großen internationalen Rundfahrten wie die tschechische Krasna Lipa oder die Türingen-Rundfahrt auf dem Plan. Die schweren Frühjahrsklassiker in Holland und Belgien wie das UCI-Rennen „GP Dottignies“ am 5. April sollen dem Team die nötige Rennhärte für die deutschen Meisterschaften im Sommer bescheren. Noch bevor das Team nun ins Trainingslager nach Mallorca startet, konnte es nur einen Tag nach der Teampräsentation in Tielt Winge in Flandern erste internationale Rennluft für diese Saison schnuppern. Bei eisigem Wind und im Kampf mit der erfahrungsgemäß zu dieser Jahreszeit schon äußerst starken holländischen und belgischen Konkurrenz zeigte das Team um Birgit Söllner eine beachtliche Leistung. Vor allem die zierliche Teamkapitänin bewies bei Minusgraden ihre „Winterhärte“ sowie großen Kampfgeist und beendete das 100km lange und zermürbende Rennen auf einem tollen 7. Platz. Von diesem Erfolg beflügelt hat das Koga-Miyata-Cycling-Team nun eine gute Moral für die Saison 2010, in der das Elite-Team aus NRW wieder zeigen will, dass es durchaus mit den „großen“ Profi-Mannschaften des Frauenradrennsports mithalten kann.

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