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24.10.2009

Spektakulärer Wechsel: Team FELT ÖTZTAL X-BIONIC verpflichtet Adelheid Morath

 
1. Nach vielen Jahren im Rothaus-Cube Team fährst du zukünftig für das neuformierte FELT ÖTZTAL X-BIONIC World Cup Team. Was hat dich zu diesem Schritt bewegt?

Ich sehe in meinem Wechsel eine große Chance mich sportlich weiterzuentwickeln. Die Teamphilosophie mit dem Fokus auf die Olympischen Spiele in London 2012 passt perfekt zu meinen persönlichen Zielen.


2. Dein neues Team hat großes vor. Welche persönlichen Erwartungen und Ziele setzt du dir?

Selbstverständlich ist London mein größtes Ziel. Aber ich möchte auch in der kommenden Weltcup-Saison konstante Ergebnisse abliefern und mich an die Top 10 der Welt herantasten.


3. Du bist vergangenes Jahr bei den Olympischen Spielen in Peking ein fantastisches Rennen gefahren. Am Ende hattest du Riesenpech und bist auf Platz 18 gelandet. Inwiefern kannst du diese Erfahrung positiv für das große Ziel London 2012 nutzen?

Eigentlich wurde mir direkt nach dem Rennen klar, dass ich alles dafür tun werde, auch in London am Start zu sein. Die Faszination Olympia hat mich in Peking so begeistert, dass ich den großen Traum London vor Augen habe. Natürlich hoffe ich dann, dass ich dort ohne Defekt einen guten Platz erreichen kann.


4. Du gehörst mit deinen 25 Jahren noch zu den jungen deutschen Fahrerinnen, hast dieses Jahr aber bereits die deutsche Vizemeisterschaft hinter Olympiasiegerin Sabine Spitz gewonnen. Wann kann die Mountainbike-Welt mit einer Wachablösung rechnen?

Das ist schwierig abzuschätzen. Solange Sabine fährt, wird es gerade national eine harte Konkurrenz geben, die mich aber auch anspornt. Man muss aber auch andere Fahrerinnen im Auge haben. Drei Jahre sind eine lange Zeit, in der viel passieren kann.


5. Vor knapp drei Jahren hast du dir bei einem schweren Unfall die Kniescheibe gebrochen. War das die schwierigste Phase deiner noch jungen Karriere?

Ja, das kann man so sagen. Ich durfte keinerlei Druck und Belastung auf mein Knie ausüben und bin damals viel geschwommen. Mehrere Jahre durfte ich nicht aufs Rad sitzen. Nach meinem Sieg bei der Trans Schwarzwald 2007 und meinem 18. Platz bei der WM habe ich mir Peking als großes Ziel gesetzt.


6. Die Badische Zeitung hat dich als „Schwarzwälder Dickkopf“ bezeichnet. Würdest du dieses Statement unterschreiben?

Das geht schon in Ordnung. Ich fasse das nicht als Beleidigung auf. Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, will ich das auch erreichen.


7. Deine erste neue Teamkollegin steht bereits fest. Die Französin Sabrina Enaux hat vergangene Woche unterschrieben. Freust du dich auf die gemeinsame Weltcup-Saison?

Bisher habe ich Sabrina kaum kennengelernt. Ich freue mich aber sehr auf die gemeinsame Saison und bin gespannt, wer noch zum Team stoßen wird.


8. Du kommst aus dem Hochschwarzwald und bist früher viel Ski gefahren. Kommst du heute ab und zu noch zum Wintersport?

Gerade zu Trainingszwecken betreibe ich viel Skilanglauf und habe etliche Einheiten in meinen Trainingsplan integriert. Ich habe hier optimale Trainingsbedingungen, freue mich aber auch sehr auf das neue Trainingsgebiet im Ötztal, das ich im Februar bei der großen Team-Präsentation erstmals kennenlernen werde. Der Skilanglauf ist mit seiner Ganzkörperbelastung ein idealer Ausgleichsport.

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